Über die Dunkelheit

Wintersonnenwende Mutternacht 21.12.2017

Ihr Lieben,
heute möchte ich etwas über die Dunkelheit schreiben, deshalb nehme ich euch mit, auf die Reise in die Tiefe der Dunkelheit…

Was ist Dunkelheit? Die Abwesenheit von Licht!? Ist das alles?

Ales Stenar Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende
Ales Stenar Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende

Was bedeutet für uns Dunkelheit?

Wir bewerten sie oft als negativ, als böse, das Unheimliche, aber ist das wirklich so?

Wir wohnen am Ende einer Straße, schon fast im Wald, wir haben aber immer noch Nachbarhäuser und Straßenbeleuchtung. Nun ist es vorgekommen, das ich in letzter Zeit öfter von Postboten oder anderen, gehört habe, das es hier ja unheimlich sei. Die stärkste Aussage war: “Krass, das ist ja voll der Horrortrip hier raus.” …dies war ein Besuch im Dunkeln.

Trotz Beleuchtung am Haus, war das seine Empfindung. Es stimmt mich nachdenklich, das Dunkelheit gleichgesetzt wird mit Horror und Angst. Statt .. im Schutze der Dunkelheit..

Für mich, zeigt sich hier, die fehlende Verbindung mit den natürlichen, polaren Kräften der Natur, in die wir eingebettet sind. Licht und Dunkelheit, Sommer und Winter, Gut und Böse, Tag und Nacht.

Dunkelheit, ist für mich eigentlich ein angenehmer Zustand. Bei mir Zuhause bin ich diejenige, die oft das Licht aus macht, mein Mann macht es dann wieder an, wir müssen oft darüber lachen, wie unterschiedlich wir Räume betreten. Versteht mich nicht falsch, ich mache auch  Licht an.

Warum die Dunkelheit Angst macht

Uns wird das kontrollierende Augenlicht genommen und wir müssen uns auf andere Sinne verlassen, wie  die Körpersinne oder unsere Intuition die ausserhalb des kontrollierenden Verstandes liegt. Vielen macht dieser Zustand Angst, weil sie ihn nicht kontrollieren können.

Ich liebe ihn, da ich weiß Kontrolle ist hier unnötig und ich komme so ungestörter, direkter in Kontakt mit dem wahren Prozess des Lebens. Wenn ich mich dem Hingebe, erlebe ich oft, wie mich eine soghafte Sehnsucht in die Dunkelheit zieht, ganz wertfrei aber angenehm. Und genauso Liebe ich auch das Licht und die Sonne mit der gleichen soghaften Sehnsucht, für mich kein Widerspruch , es gehört zusammen , denn der Weg  durch die Dunkelheit führt zum Licht . Vielleicht ist die Sehnsucht in die tiefe  der Dunkelheit, eigentlich die Sehnsucht nach Licht ?

So erlebe ich auch diese dunkle Jahreszeit, ich weiß, ich bin auf dem Weg. Mein inneres Licht spüre ich stärker als sonst. Durch den inneren Ausgleich der polaren Kräfte, der in mir stattfinden kann.

Viele lenken ihren Fokus lieber auf das Licht. Richten wir uns aber nur auf das Licht ohne die Dunkelheit anzuerkennen, binden wir uns an die Dunkelheit. Wenn wir die Dunkelheit ablehnen oder Angst vor ihr haben und uns nur aufs Licht konzentrieren wollen, erschaffen wir die Dunkelheit mit. Denn alles was wir ablehnen, binden wir an uns und ziehen es immer wieder an.

Das Leben schwingt zwischen zwei gegensätzlichen Polen. Zwei Seiten von denen keine der beiden positiv oder negativ ist, sie sind ein Teil des Ganzen, wertvoll und nötig!

Sterne
Ohne Dunkelheit gibt es kein Funkeln der Sterne.

Wir müssen uns der Angst und der Dunkelheit stellen, hinsehen, bis zum tiefsten Punkt, dann findet Intagration und Transformation statt. Das Licht wird automatisch wiedergeboren und du lebst nun aus dem Ganzen, dem Vollen Potential deiner Seele und des Lebens.

Das Leben besteht aus beidem, Licht und Dunkel. Es ist ein immerwährender Ryhtmus auf den wir uns verlassen können, den wir nur zulassen müssen und mit dem wir uns wieder verbinden sollten, da wir ihm Vertrauen können.

Hinsehen und weitergehen, so wird aus zwei Gegensätzen eine Einheit.

Genau wie die Energie im Jahreskreis auf den dunkelsten Tag zugeht, traue auch du dich auf die dunkelste Tiefe deiner Seele zuzugehen, bis an den tiefsten Punkt. Trau dich und geh, mehr brauchst du nicht zu tun, du wirst ankommen und empfangen werden. Automatisch gelangst du an den Wendepunkt, an dem das Licht wieder geboren wird.

Der Weg ist die Transformation. Du verbindest die Gegensätze in dir zu einer Einheit. So steht dir alles zur Verfügung, das Leben und seine Energie kann aus dem vollen Potential zu dir fließen.

Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer Kerze nicht auslöschen.

Diese Prozesse laufen in Zyklen, wie der Jahreskreis oder die Übergeordneten Zyklen anderer Zeitrechnungen (z.B. der Maya). Auch wir müssen uns immer wieder auf den Weg machen, zum tiefsten, dunkelsten Punkt. Die Kreise die wir dabei um unser innerstes ziehen werden dabei immer kleiner und die Energie die dabei frei wird immer größer.

Lass los und Vertraue. Erinnere dich an den Spruch: “Am Ende eines jeden Tunnels wartet das Licht”. Aber der nächste Tunnel kommt bestimmt, es ist dann einfach nur  noch ein Tunnel… Du wirst frei und steigst aus, aus Kontrolle, Schmerz und Angst. Du brauchst nicht mehr zu kämpfen, du transformierst.

So ensteht innerer Frieden, das Gefühl der inneren Gegensätze löst sich auf, du bewertest die Dunkelheit nicht mehr. So gelangst du ins vollspektrale Licht der Einheit in der alles enthalten ist.

Der 21. Dezember – Die Wintersonnenwende

Dieses neu ins Bewusstsein zu bringen, passt in diese Zeit der Wintersonnenwende des Yulfeuer21. Dezembers. das in vielen alten Kulturen gefeiert wird.  In unseren Germanisch Keltischen Wurzeln heißt es…

  • Wintersonnenwende
  • Mittwinter
  • Yulfest oder
  • Mutternacht ,Modranecht = althochdeutsch

…bis irgend wann, dann das christliche Weihnachten daraus wurde. Dabei ist der Ursprung, das Sonnenkind. Das Christuskind kam später.

Der dunkelste Tag des Jahres steht bevor, in der tiefsten, dunkelsten Stunde, wird das Sonnenkind von der Göttin  neu geboren. Die Geburt steht für den Neubeginn. Wir feiern die Wiedergeburt des Lichtes. Der Jahreskreis beginnt von vorn.

In dieser Nacht können wir Abschied nehmen, von allem was wir in der Dunkelheit zurücklassen müssen. Lassen wir also die Ängste los und lassen wir das Erwachsen gewordene zurück. So das das wir frei sind, für etwas neues, reines,  das aus der Tiefe geboren werden  kann und ein neuer Lebensfunke zünden kann.

Es ist die Zeit der Stille, eine heilige Zeit in der Segen auf die Erde strömt. Wir bewegen uns über das Galaktische Zentrum. Wenn du mehr darüber wissen willst, lies auf dem Blog Sternenlichter. Und richten uns so neu aus.

Das Galaktische Zentrum zieht uns  in seine Nullpunktenergie. Das Licht wird aus dieser Stille, diesem innehalten heraus geboren. Die Wintersonnenwende, markiert einen wichtigen Punkt zwischen dem Leben, der Fülle des Sommers und dem Sterben und dann wieder geboren werden. Der Punkt zwischen Ein und Ausatmen. In dieser Pause, der Leere dem Nichts, dem ungeborenen Raum, liegt ein schöpferischer Impuls der den Lebensfunken schenkt,  aus dem neues geboren wird.

Erkenne auch du, in  dir diesen Punkt, der Umkehr, der Nullpunktenergie, der tiefsten Stille und Dunkelheit, aus der heraus alles Leben die Fülle neu erblühen kann.

Dem Dunkel folgt das Licht
Dem Bösen das Gute
Der Nacht der Tag
Dem Winter der Frühling
Dem Tod die Geburt
Der Leere die Fülle…

Besinne dich darauf, das alle Energien neu geboren werden und du jetzt neues im Außen beginnen kannst. Formuliere bewusst Deine Wünsche und übergib sie der transformierenden Kraft des Feuers…

Nach dem 21.12. ist der Beginn der 12 heiligen Rauhnächte, ein besonders heiliger Zeitraum. Achte auf deine Träume, und die Zeichen in der Natur. Sie können dir Hinweise fürs Neue Jahr bringen. Nutze die Zeit bewusst deine Wünsche für den Beginn des neuen Zyklus zu fokussieren, bzw. die Wünsche die über das Jahr bis zur Erntezeit gereift sind, nun aus dem schützenden, dunklen Mutterleib , in die Welt zu lassen,  ins Leben springen zu lassen.

Behüte und nähre dieses neugeborene Sonnenkind und unterstütze diesen Prozess durch Räuchern und Feuer.

Rückblick im Jahreskreis

Nutze die Zeit auch nochmal bewusst, um dich mit deinen Ahnen zu verbinden. Zünde eine Kerze an, für die Verbindung zu all deinen positiven Ahnen. In diesem Zusammenhang möchte ich dir auch noch ein Video an Herz legen  über die Arbeit vom Meister Pu KAWE, die er in den letzen Wochen für Deutschland geleistet hat.

Erinnere dich, zu Samhain, dem Ahnenfest, habe ich dich ermutigt, bewusst mit deinen Ahnen in Verbindung zu treten. Nun ist Kollektiv intensiv an diesem Thema gearbeitet worden und in den letzten Tagen, ist diese Arbeit und die Energie, die dadurch frei geworden ist, spürbar in mein Leben getreten.

Lade auch du bewusst, all deine Ahnen ein. Erspüre deine vollständigere, gesündere Ahnenreihe und lasse alle dazukommen, die außen standen. Pu KAWE hat den Weg bereitet. Wir können helfen, das sich alles heilsam integrieren kann. Mögen alle Energien ihren Platz finden. Und alle Deutschen mit vollständigerer, gesünderer Ahnenreihe gestärkt, aufrecht und verbunden weitergehen können.

Hier ein Blogeintrag der Herzhüterin, den ich euch auch empfehlen möchte.

Um das Licht zu sehen, musst du in der Dunkelheit sein.

Erinnere Dich, Alles ist Eins, Licht und Schatten. Sei dir bewusst, jedes Erschaffen von Licht erzeugt gleichzeitig auch Dunkelheit, die Kunst besteht in dem bewussten Ausgleich der Gegensätze, hin zur Einheit, damit Frieden und Harmonie entsteht. Im Innen, wie Außen. Im Großen, wie im Kleinen.

Ich denke an meine Schamanin Christiane. Sei geerdet, gehimmelt und gemittet. In deiner Mitte findet der Ausgleich statt und du kannst aus der Fülle aller Möglichkeiten schöpfen. Achte auf diesen Ausgleich und dein Leben ist voller Segen und Frieden.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Eintauchen in die Dunkelheit dieser heiligen Tage. Lasst es zu und es wird geschehen. Genießt den Schutz und die Geborgenheit der Dunkelheit.

Und nehmt euer Sonnenkind an euer Herz, hütet es gut, so kann es bis zum Sommer behütet reifen.

Wie schon zu Samhain, möchte ich dich einerseits an den ursprünglichen heiligen Zeitraum von Mittwinter erinnern, der am 21.12. beginnt aber auch daran, das christliche Weihnachten nicht zu vergessen. Es ist in unserer aller  Ahnenreihe verwurzelt. Verbinde dich mit allen positiven Aspekten davon. Feiern wir alles, was uns mit unseren positiven Ahnenenergien verbindet und schauen zum Kern hindurch. Lassen wir uns nicht beirren. Verdrängen wir nicht, schneiden wir uns nicht ab, sondern verbinden und heilen. Alles ist Eins das Sonnenkind und das Christuskind. Es gibt ausreichend Grund zu feiern!

Heilige Wintersonnenwende und Frohe Weihnachten und eine erfüllte Zeit. Reserviert euch bewusste Ruhe um diese Zeit zu genießen, wirken zu lassen und inne zu halten. Und auch um zu lachen, zu feiern, zu tanzen und euch und eure Sonnenkinder im Herzen und auf der Erde reich zu beschenken.

Es wird weiter gehen. Wie? Das bestimmst Du!

Herzensgrüße,
Verena

8 Kommentare bei „Über die Dunkelheit“

  1. Liebe Verena, danke <3 für diesen erhellenden Beitrag.
    Hihi, bei uns ist es ebenso: mein Mann macht Licht, ich mache es aus. Ich liebe es, die Dämmerung zu genießen. Das hat für mich ganz viel von "Geborgenheit".
    Herzensgruß, Gesina

    1. Liebe Gesina, danke , das ist ja lustig… Herzensgrüße an die Dämmerungs- Liebende.
      In Verbundenheit, Verena

  2. Hallo Verena,
    Dein Text ist einfühlsam und ich kenne einige Aspekte der Rauhnächte und schreibe dazu normalerweise ein Tagebuch. Jetzt sind es aktuell Morgen- oder Abendseiten mit Bildern und Ideen, abseits des Geschriebenen.
    Ich merke das mal hier an: vor einiger Zeit habe ich Ortsangaben für meinen Wohnortbereich gemacht, finde aber diese Zusammenstellung der einzelnen Leute, die das per Google-Map gemacht haben, nicht mehr. Aber ich denke, Du wirst das gesehen haben, was ich angegeben habe.
    Liebe Grüße, Helga

    1. Liebe Helga,
      danke dir, Morgen oder Abendseiten zu schreiben oder zu bebildern und besonders in der Zeit der Rauhnächte eine schöne und hilfreiche Idee, so können im Rückblick übers das Jahr alle inspirationen dieser Zeit , präsent bleiben, viel Freude damit.
      Beziehst du die Orstangaben auf die Kraftortkarte? Ich habe deine Vorschläge schon eingetragen.
      Herzensgrüße und eine besinnliche Zeit, Verena

  3. Liebste Verena,

    danke Dir unendlich für diesen wundervollen Beitrag. Nicht nur, daß es immer wieder wichtig ist an das alte ursprüngliche Wissen zu erinnern, ich konnte auch energetisch tief eintauchen. Danke dafür ♡

    1. Liebe Tanja,
      es freut, mich wenn ich berühren kann… in Verbundenheit mit Herzensgrüßen für diese besonderen Tage Verena

  4. Birgit Stockinger sagt: Antworten

    Liebste Verena,

    gerade die letzten Tage dachte ich so bei mir, wie sind wir doch gesegnet mit diesen Jahreszeiten, die uns jeweils erlauben in unterschiedlichen Ausrichtungen zu sein. Das Ausdehnen und sich im Außen zeigen während der “lichten” Monate und das in sich gehen, zu sich kommen während der Geborgenheit der Dunkelheit.
    Die Familie rückt wieder näher zusammen, Kerzen geben uns ein wohliges Gefühl, alles wird inniger und in mir ist die Vorfreude auf das Licht, das geboren wird aus der Dunkelheit.
    Danke von Herzen für deine Ausführungen, die ich genauso erlebe.
    Herzliche Grüße,
    Birgit

    1. Liebste Birgit,
      ja das Schwingen zwischen Energien der Jahreszeiten ist wirklich schön, und auf dieser Erde ja nicht überall spürbar.. mich verbindet diese Liebe zu den Jahreszeiten, auch immer wieder aufs neue, stark mit unserer schönen Heimat , es verwurzelt, ich fühle mich am richtigen Platz. Ich wünsche dir und deinen Lieben eine innige , Zeit zum auftanken und neu ausrichten, feiert das Licht und ich freu mich, wenn wir es im neuen Jahr zusammen begrüßen werden. Herzensgrüße, Verena

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