Deine innere Kriegerin / Dein innerer Krieger (Teil 1)

Führe deine unterdrückte Kriegerin ins Licht und integriere ihre Fähigkeiten neu.

Ihr Lieben,
heute möchte Ich mehr Bewusstsein für eine unterdrückte und vergessene Seite in uns schaffen. Sie ist entscheidend für mehr Ganzheitlichkeit, die Heilung unserer Seelen, unserer Gesellschaft, unserer Landes und für unser überleben.

Durch unser indrustrialisiertes, technisches Leben, entfremdet von Natur und unserem natürlichen Umfeldes, haben wir so einiges vergessen. Für mich scheinen aktuell einige, vermeintlich gute Wege, doch sehr einseitig.

Erinnert euch mit mir.

Wir alle wünschen uns Frieden, Liebe, Harmonie, Gesundheit, ein natürliches Leben und versuchen uns diesem, jeden Tag immer stärker zuzuwenden. Tod, Kampf, Leid & Krieg versuchen wir aus unserem Leben zu verbannen. Wir werten es als negativ und vernachlässigungswürdig, sogar als verachtenswert. Aber ist es das wirklich?

Klar, keiner möchte leiden… aber  können wir den Tod verbannen?

Ich denke uns geht da so einiges verloren, was wir in die gleiche Ecke schieben. Was für mich aber ehrenwerte, wertvolle Fähigkeiten sind, die wir wieder nutzen sollten und müssen. Es geht um deine innere Kriegerin und deinen inneren Krieger und welche Fähigkeiten dazu gehören und wie wir sie wieder nutzen können.

Wie stellen wir uns ein natürliches Leben in Zukunft vor… bzw. was ist natürlich?

Müssen wir das neu erfinden oder uns einfach nur erinnern? Was hat sich bei unseren Ahnen, als sie noch natürlicher lebten, bewährt. Schauen wir zu den indigenen Völkern, was hat sich dort bewährt und bis heute bewahrt?

Wie ich meine innere Kriegerin fand…

Seit ein paar Jahren habe ich Hühner. Sie kamen zu mir in einer Zeit, als ich bewusst anfing meine Sensibilität als wahrhafte Stärke anzuerkennen und sie mutig zu zeigen und zu nutzen. Früher litt ich oft darunter und versuchte sie zu überwinden, mein Ziel war es “stärker” zu werden.

Meine Hühner zeigten mir dies im außen. So fragile, verletzliche Tiere die mutig über die Erde stolzieren, trotz ihrer vielen Feinde. Der Hahn, als mutiger Beschützer, vorne Weg, bereit seine Hühnerschar zu verteidigen. Koste es was es wolle. Ich beobachtete ihn, wie er voranschritt wenn sich Kater oder Hunde in Entfernung zeigten. Oder sein wachsames Auge, wenn der Bussard am Himmel erschien und er seine Hennen warnte. Sie versteckten sich aber er stand mutig auf freier Fläche. Doch was wollte er gegen einen Bussard oder einen Hund tun, hier ist eigentlich klar, wer stärker ist. Trotz allem, er verteidigte sich und seine Schar oft. Erfolgreich und unerschrocken, immer und immer wieder!

Dies berührte mich sehr, ich war sehr verbunden mit dieser Hühnerschar aber anfangs auch noch etwas naiv auch in Bezug auf meine innere Kriegerin. Sie schlief noch. So kam es, das auch ich herausgefordert wurde meine Hühnerschar zu verteidigen.

Anfangs kamen mehrfach Hunde in unseren Garten und griffen die Hühner an. Meist ging es, bis auf ein paar verlorene Federn,  gut. Trotzdem hatte ich das Gefühl meine Hühner beschützen zu müssen. Es gab viele erstaunliche Erfahrungen. Bald spürte ich wann ein Hund am Zaun stand, machte die Tür auf, sah ihn und konnte ihn verscheuchen. Ich konnte meine Hühner und meine Grenzen verteidigen, einfach durch rufen, klatschen, in die Augen schauen und mutiges entgegentreten. Das machte viel mit mir und  so erinnerte ich mich an die vergessene innere Kriegerin, die für ihr Leben kämpft, einsteht und es verteidigt. Ihre Grenzen, ihr Revier aufzeigt und das aufrecht mit Stimme, Herzblut und Körpereinsatz.

Ich sensibilisierte mich für den wunderschönen Ruf des Bussards und verband mich mit diesem wunderschönen Tier auf eine besondere, schöne Art und Weise. Himmel und Erde, Greifvogel und Hühner. Ich spürte eine neue Energiequelle die sich mir erschloß, mehr Erdung und Ganzheitlichkeit stellte sich ein. Trotzdem war das noch nicht alles, ich lernte Verletzlichkeit zu zeigen, zu leben und diese auch zu verteidigen.

Es entwickelte sich aber auch ein gewisse Kontrolle, die ich behalten musste… die nicht aufrechtzuerhalten war…. die Natur ließ diese Illusion zerplatzen…

Hunde und der Bussard kammen wieder und Hühner starben. Das war alles sehr schmerzhaft und  ich dachte, da meine Hühner frei herum liefen, ich müsste sie besser schützen und einsperren… doch mein Herz rebellierte. Eingesperrte Hühner das wollte ich nicht. Sie sollten frei sein, genau wie meine Sensibiltät befreit sein wollte.

So ging es auf die nächste Stufe und die Kriegerin konnte sich weiter integrieren. Das Thema Tod sprang in unser Familienleben und war plötzlich sehr präsent. Anfangs war es sehr anstrengend und wir wurden emotional durchgeschüttelt. War das richtig, uns und unsere Kinder ständig mit dem Tod und verbundener Trauer zu “beglücken”? Die Hühner sollten doch Spaß machen… das war damals unser naiver Blickwinkel.

Wir entschieden, die Hühner zu behalten, mit der Kriegerin an unserer Seite. Sie lebt ihr Land und Leben und verteidigt wenn es sein muss. Wir entschieden aber auch der Natur und dem Kreislauf des Lebens, von Tod und Geburt, einen Platz einzuräumen. Wir lernten, das wir dies vergessen hatten. Keiner hatte es uns bewusst beigebracht. Der Tod war/ist verbannt aus unserem alltäglichen Leben und er tritt meisst doch nur plötzlich, schockartig ins Leben uns lässt uns gelähmt zurück. Wir luden ihn nun ein, als Teil des Lebens den es nicht zu kontrollieren gilt und erlebten gleichzeitig, die Geburt von neuem Leben als Antwort darauf. Wir enstspannten uns und erkannten in allem eine heilsame, befreiende Erfahrung. Ein kleines Trainig für größere, kommende Tode und Geburten.

Mitterweile haben wir einen Freidhof, eine glückliche Hühnerschar in der 5. Generation und ab und zu wunderschöne Greifvögel im Garten, die ihren Hunger stillen. Über Hunde freue ich mich nach wie vor nicht so, da sie genug Futter bekommen und nur Ihren Spieltrieb stillen. Hier trifft man auch immer wieder naive Hundebesitzer, die ihr Hunde im Natuschutzgebiet frei laufen lassen. “Mein Hund ist doch soo lieb, der tut nix!”… ja aber er ist auch ein Jagdtier. Da nützt jede gute Erziehung nichts. Hier lebe ich meine Kriegerin und zeige die Grenze, denn mittlerweile besteht hier kein Gleichgewicht mehr. Die Rebhühner oder Rehe in der Natur sind doch deutlich in der Unterzahl. Natürliches Gleichgewicht? Weit gefehlt.

Als meine Tochter vor ein paar Jahren mal gefragt wurde, welche Tiere sie möge sagte sie: ” Na die, die manchmal bei uns im Garten sind.”  Sie meinte den Bussard… für sie war es positiv besetzt obwohl er die geliebten Hühner fraß, was uns anfangs auch viele Tränen kostete. Ein Zeichen von Heilung!

Die Kriegerin / Der Krieger

Was gehört dazu, eine Kriegerin oder ein Krieger zu sein…

  • Trete für deine Ziele und deine Wahrheit ein und verteidige sie.
  • Verfolge deinen Weg beharrlich und zielgerichtet.
  • Stehe mit Körper und Wort für dich ein.
  • Richte dich auf und bleib standhaft.

Erkenne den Unterschied zwischen Krieg und den Attributen der heiligen Kriegerin.

  • Die Kriegerin beschützt das göttliche, das Wertvolle, das Sensitive, deine Schätze, deine Seele.
  • Sie schützt den Frieden, da sie die Grenzen bewacht und hilft das keiner sie unerlaubt überschreitet.
  • Sie trifft Entscheidungen und hat keine Angst dabei, Fehler zu machen.

Die Kriegerin arbeitet immer im Auftrag der Königin, deiner Seele. Troztdem ist sie unabhängig.

  • Sie erkennt was wichtig ist, wofür es sich lohnt zu kämpfen und eventuell auch verwundet zu werden.
  • Sie übernimmt Verantwortung für ihr Leben und auch für das, was ihr Angst macht.
  • Sie kennt den Zugang zu konstruktiver, gewaltloser Aggression. Dies hilft ihr, auf etwas zuzugehen, in Kontakt zu treten.
  • Sie kann handeln wenn es drauf ankommt. Aufrecht, mutig und ohne zu zögern. Das rechte zur rechten Zeit.

Bis hierhin meine Geschichte & Sichtweise zur inneren Kriegerin. In wenigen Tagen folgt die Fortsetzung zu diesem Thema. Wenn ihr diese nicht verpassen wollt, abonniert doch einfach meinen Newsletter.

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Außerdem möchte ich euch auch zu meinem neuen Projekt, dem Kraftort-HEILRAUM einladen. Ich freue mich auf euch.

Herzensgrüße,
Verena

7 Kommentare bei „Deine innere Kriegerin / Dein innerer Krieger (Teil 1)“

  1. Ein sehr schöner Artikel, den ich gut nachvollziehen kann.
    Mein Weg führte mich vom schüchternen lieben Mädchen zur fleißigen und angepassten Frau aber dann plötzlich zur Mutter, die ihre Kinder – auch gegen die Interessen des Vaters, der Gesellschaft und der Schule verteidigen kann. Ein herrliches Gefühl geboren durch Liebe. Dieser Liebe verdanke ich meinen Mut und meine De mut, die waren Eigenschaften um langfristig zu herrschen und auch noch Jahre später geliebt zu werden. Danke

    1. Liebe Andrea, sehr schön gesagt und danke für dein Feedback! Herzgruß an deine Kriegerin, lass ihren Mut geboren aus Liebe weiter leuchten und genieß diese Freiheit! Verena

  2. Ja die innere Kriegerin ist wichtig. Wundervoll beschrieben ♡

    Dank meines Vaters war sie bei mir nie verschüttet und ist sehr kraftvoll an meiner Seite.

    LG

    1. Liebe Tanja Angela, dank dir . Und trage die Wurzeln deines Vaters weiter in die Welt. Herzgruß, Verena

  3. Liebe Verena, herzlichen Dank für den wunderbaren Artikel. Ich möchte noch Varda Hasselmann “Archetypen der Seele” empfehlen, Kurzfassungen gibt es im www. Du hast den Archetypus sehr gut erfasst und dies zur Ergängzung: Krieger/Innen haben den Mut voraus zu schauen und Voraus zu gehen, wo immer sie ihr Vorhaben bewusst einsetzen. LG

    1. Liebe Sigrid, danke für dein Feedback und deine Empfehlung… ja, schreiten wir mutig voran und setzen uns für unsere Herzenswünsche ein! Herzgruß, Verena

    2. Liebe Sigrid,

      seh gerade, das ich das buch sogar selbst habe, schon 5 Jahre..lange nicht reingeschaut…danke für die Erinnerung. Verena

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